Rudolf Hablützel


1928 in Zürich geboren, besuchte Rudolf wegen Stellenwechsels des Vaters die Volksschule in Emmenbrücke LU, sechs Monate in La Chaux-de-Fonds NE, dann in Seuzach und Winterthur. Nach der Maturität 1947 in Winterthur begann er ein Ingenieurstudium an der ETH Zürich, entschied sich aber bereits nach einem Semester für ein Studium in Philosophie. 1954 promovierte er in Basel bei Karl Jaspers. Ein Zweitstudium in Ökonomie und Politikwissenschaft am Institut Universitaire de Hautes Etudes Internationales in Genf und kurze Zeit an der London School of Economics schloss er 1959 bei Wilhelm Röpke mit dem Lizenziat ab.


Eine erste Anstellung fand er 1960 bei einem internationalen Textilverband in Paris. Aber schon nach einem Jahr wurde er von der Weltbank nach Washington berufen. Nach zwei Jahren in Pakistan arbeitete er immer in Washington, mit Aufträgen in asiatischen und später in afrikanischen Ländern. Wegen einer Erkrankung musste er sich bereits 1987 pensionieren lassen.


Rudolfs Begabung im Zeichnen und Malen war schon in der Sekundarschule offensichtlich, blieb aber lange im Untergrund. In den siebziger Jahren beschäftigte er sich intensiv mit der Photographie und besuchte auch Kurse in Bildkomposition. Die Photos entwickelte und vergrösserte er selber in seiner Dunkelkammer. In den 80er-Jahren begann er intensiv, Aquarelle zu malen, zumeist nach Photographien. Seine Sujets fand er bei seinem Landhaus in Haywood, Virginia. Er malte aber auch gerne Porträts von Verwandten und Freunden, und auch nach seinen Reisen entstanden Bilder von exotischen Orten.


Rudolf war auch ein äusserst praktischer Mensch. Er betreute sein Anwesen und den grossen Umschwung eigenhändig, und seine Freude an der Natur erkennt man in seinen Bildern.